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bertl zagst
... kunst ...

wreck
stadt im fluss, esslingen
30. September bis 18. Oktober 2015

Sieben Esslinger Künstlerinnen und Künstler machen Unsichtbares sichtbar. Auf einem Streifzug durch die Stadt sind Überraschungen und Entdeckungen gewiss: Die raumgreifende Installation der Künstlergruppe Bohnenstengel, Kranz und Scherieble ist schier nicht zu übersehen und schiebt sich wie ein Riegel durch die Stadtmitte. Am Rathausplatz macht Matthias Kunisch eine weitere Vision seiner Werkreihe für "stadt im fluss" sichtbar. Bertl Zagst rückt an "Klein Venedig" die aktuelle Flüchtlings-Thematik unübersehbar in den Mittelpunkt. Dorothee Himpele befasst sich mit wenig wahrgenommenen Randerscheinungen unserer Gesellschaft. Angela Hildebrandt rückt zu guter Letzt einen städtischen Wunsch, der bisher im Verborgenen schlummert, ins Rampenlicht.
(EZ, 30. Sept. 2015)

Standort: Kanzlei-Ufer ("Klein Venedig")
Bertl Zagst beleuchtet in seiner Plastik "wreck" die aktuell allgegenwärtige Flüchtlings-Thematik. Passagiere eines gestrandeten Bootsgerippes sind längst in der Unsichtbarkeit der Stadt verschwunden. Übrig bleibt wie ein Mahnmal das sich selbst überlassene Gerippe ihres Transportmittels. Die Plastik orientiert sich an realen Bootsformen, die an den Stränden des Mittelmeeres auf Grund gelaufen sind. Zagst setzt sich immer wieder mit dem archetypischen Motiv des Bootes auseinander. Die folgenschwere Thematik – ausweglos, seine Heimat verlassen zu wollen – hat er während der Mitarbeit in einem NGO-Projekt inMarokko immer wieder miterlebt.
(EZ, 30. Sept. 2015)

artikel stuttgart zeitung zu stadt im fluss 2015

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